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Von: Andreas Krug
, Dienstag 29. November 2011 | UnternehmensnewsNeue Ideen aus Glas: Designschule Bornholm der Royal Danish Academy of Fine Arts und die DURAN Group kooperieren
Als die Designschule Bornholm zusammen mit dem deutschen Spezialglashersteller DURAN Group am 11. Oktober 2011 einen Workshop und Wettbewerb rund um das Thema Glas veranstaltete, stellten sich 40 Design- und Kunsthandwerk-Studenten der Herausforderung.
Die DURAN Group war eingeladen unter dem Motto “Glaslösungen für die Zukunft” neue Trends und Herausforderungen in der Glasindustrie vorzustellen. Das intensive Tagesprogramm umfasste Workshops, in denen die Studenten Produkte des Glasherstellers auf Herz und Nieren prüfen konnten, sowie Vorträge von Ingenieuren und Entwicklern der DURAN Group. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, mit unterschiedlichen Materialien und Techniken zu arbeiten und ihr Wissen unter Beweis zu stellen.
Abgerundet wurde der Tag mit dem Startschuss für einen Design-Wettbewerb. Die Aufgabe: eine komplett neue Glas-Serie designen. Die Ergebnisse werden von einer Jury bestehend aus Repräsentanten der Designschule und der DURAN Group bewertet und im Februar 2012 an der Bornholmer Designschule präsentiert. Die beiden besten Vorschläge werden mit einer Reise nach Mainz, ins Werk der DURAN Group belohnt. Hier hat der Design-Nachwuchs die Gelegenheit eine moderne deutsche Glasproduktion kennen zu lernen. “Wir ermutigen unsere Studenten, in die Industrie rauszugehen und Kontakte mit Firmen und Materialproduzenten aufzubauen. Der frühzeitige Dialog kann neue Möglichkeiten schaffen. Es ist wichtig, dass unsere Absolventen und die Unternehmen ein gegenseitiges Verständnis dafür entwickeln, wie Design und Handwerkskunst als Elemente in die Geschäftsentwicklung integriert werden können. So birgt es beträchtliches Potenzial, wenn unsere Kandidaten auf kleine und mittelgroße Unternehmen, wie das heute vorgestellte, treffen können“, meint Christian Heide, Leiter des Design-Instituts an der Akademie.
Workshop und Wettbewerb unterstützen deshalb das Ziel der Designschule, während der Ausbildung engen Kontakt zu den Unternehmen herzustellen. Die DURAN Group gab den Studenten wertvolle Einblicke: wie entwickeln Glasdesigner heute Ideen für den internationalen Markt und wie können diese Ideen in neue Produkte in größeren Stückzahlen umgesetzt werden.
Über den Workshop
Der Workshop startete mit einer Begrüßung durch Christian Heide Petersen, Leiter des Design-Instituts, Bornholm. Peter Ludvigsen, der skandinavische Repräsentant der DURAN Group, berichtete anschließend über die Meilensteine, die seit der Entdeckung der Formel für das chemisch resistente und hitzebeständige Borosilikatglas 3.3 Glas im Jahr 1887 zur Anmeldung der Marke DURAN® im Jahr 1938 führten.
Danach referierte Markus Geier, Product Engineer der DURAN Group, über die Entwicklung der weltweit ersten automatisierten Produktion von hitzebeständigem Glas von 1955 bis heute. Zudem zeigte er einige Entwicklungsphasen der modernen deutschen Glasproduktion: Der Weg vom Schmelzprozess über die Formgebung in der Rotationsblasmaschine bis hin zur Größen- und visuellen Kontrolle und schließlich der Verpackung. Auch die neuesten Entwicklungen von innovativen Gestaltungsmerkmalen, wie beispielsweise organische und keramische Drucke, transparente Farbbeschichtungen oder das Aufbringen von feinen Silikonmustern mit sowohl funktionellen als auch visuellen Eigenschaften wurden aufgezeigt.
Andreas Krug, Director Business Development and Marketing Consumer Glass der DURAN Group, führte mit den Studenten einen Dialog über Produktionskompetenzen und die Entwicklung des Werkes. Er betonte vor allem das “Design-Coaching”und die Vorteile, wenn Designer und Produktentwickler sehr frühzeitig in den Prozess eingebunden werden.
“Mehr und mehr Designer sehen den Vorteil unserer flexiblen Projektteams, die nicht in Schubladen denken. So können wir Projekte umsetzen, deren Materialen und Leistungen größeres Know-How und Erfahrung erfordern”, erklärte Andreas Krug.
Als Beispiel nannte er die asymmetrische Teekanne der deutschen Marke mono, die im Herbst 2010 auf den Markt kam.Drei Jahre hatte es gedauert, die Idee marktreif zu machen:Bereits im Jahr 2004 beauftragte mono den Designer Tassilo von Grolman mit der Gestaltung einer neuen Teekanne. Die Schlüsselworte waren Eleganz, Dynamik und Innovation. Daraus entstand “ellipse” – eine Teekanne, bei der sich eine asymmetrische Form mit dem hitzebeständigen Material Borosilikatglas verbinden sollte. Was Grolman nicht wusste: die Herstellung in Serie war zu diesem Zeitpunkt technisch noch gar nicht machbar. “Was nun?” fragte Andreas Krug an der Designschule. “Als mono und der Designer drei Jahre später zur DURAN Group kamen, nahmen wir diese Herausforderung an“, gibt er selbst die Antwort. „Die aktuellsten Techniken und Maschinen sowie die neueste Entwicklungssoftware, kombiniert mit Kreativität und einigen Prototypen, führte 2009 zu einem Modell, das kurz darauf die Marktreife erlangt hatte.“
Mit diesem Wissen und dem Gelernten aus dem Workshop können die Studenten des Bornholmer Glas- und Keramikprogramms die Produktionskapazitäten der Glasindustrie fordern und im Rahmen des Wettbewerbes vielleicht das nächste aufregende Produkt aus Glas für den internationalen Markt kreieren.
Kontakt
Christian Heide Petersen, Kunstakademiets Designskole, Bornholm,
+45 2338 5439, chp@kadk.dk
Peter Ludvigsen, DURAN Group/Schott Scandinavia,
+45 2120 6630, peter.ludvigsen@schott.com
Andreas Krug, DURAN Group,
+49 (0)6131 66 4470, andreas.krug@duran-group.com


