DURAN Group GmbH
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Sehr gute chemische Resistenz
DURAN® Borosilikatglas 3.3 ist gegen Wasser, neutrale und saure Lösungen, starke Säuren und deren Mischungen sowie gegen Chlor, Brom, Jod und organische Substanzen sehr beständig.
Auch bei längeren Einwirkungszeiten und Temperaturen über 100 °C übertrifft es in seiner chemischen Widerstandsfähigkeit die meisten Metalle und andere Werkstoffe.
Lediglich Flusssäure, konzentrierte Phosphorsäure und starke Laugen bei gleichzeitigem Auftreten von hohen Temperaturen (>100 °C) tragen die Glasoberfläche ab (Glaskorrosion).
Chemische Zusammensetzung
DURAN® hat folgende annährende Zusammensetzung (in Gew. %).
| SiO2 | B2O3 | Na2O + K2O | AI2O3 |
| 81 | 13 | 4 | 2 |
Chemische Beständigkeit
| Wasserbeständigkeitsklasse (DIN ISO 719) | Klasse 1 |
| Säureklasse (DIN 12 116) | Klasse 1 |
| Laugenklasse (DIN ISO 695) | Klasse 2 |
Aufgrund der guten Wasserbeständigkeit entspricht DURAN® den Vorgaben der USP, EP und JP und ist ein Neutralglas bzw. entspricht Glastyp 1. Deshalb kann DURAN® nahezu uneingeschränkt in pharmazeutischen Anwendungen und in Kontakt mit Lebensmitteln eingesetzt werden.
Weiterführende Informationen finden Sie hier.
Inertes Verhalten
Durch das nahezu inerte Verhalten von DURAN® gibt es keine Wechselwirkungen, z. B. Ionenaustausch, zwischen Medium und Glas. Somit kann ein störender Einfluss auf Experimente ausgeschlossen werden.
Hohe Gebrauchstemperatur
Die höchstzulässige Gebrauchstemperatur von DURAN® Glas beträgt +500 °C.
Ab einer Temperatur von +525 °C beginnt das Glas zu erweichen und ab einer Temperatur von +860 °C geht es in den flüssigen Zustand über.
DURAN® kann bis zur maximal möglichen negativen Temperatur abgekühlt werden und eignet sich daher zur Verwendung in flüssigem Stickstoff. (ca. –196 °C). Allgemein wird für DURAN® Produkte der Einsatz bis –70 °C empfohlen.
Beim Auftauen ist zu beachten, dass der Temperaturunterschied nicht größer als 100 K ist.
Weiterführende Informationen finden Sie hier.
DURAN® Gläser sind außerdem für den Einsatz in der Mikrowelle geeignet.
Minimale Wärmeausdehnung & hohe Temperaturwechselbeständigkeit
DURAN® Glas zeichnet sich aufgrund eines sehr kleinen Längenausdehnungskoeffizienten (3,3 x 10-6 K-1) durch eine hohe Temperaturwechselbeständigkeit (ΔT=100 K) aus.
Das ist so gering, dass kaum Spannungen im Glas entstehen und das Glas, z. B. beim Eingießen von kochendem Wasser, nicht zerspringt.
Physikalische Daten
| Mittlerer linearer thermischer Ausdehnungskoeffizient α (20 °C; 300 °C) nach DIN ISO 7991 |
3.3 x 10-6 K-1 |
| Transformationstemperatur T g | 525 °C |
| Temperatur des Glases bei den Viskositäten η in dPa x s: 1013 (Obere Kühltemperatur) |
560 °C |
| 107.6 (Erweichungstemperatur) | 825 °C |
| 104 (Verarbeitungstemperatur) | 1260 °C |
| Kurzzeitig höchstzulässige Gebrauchstemperatur | 500 °C |
| Dichte ρ bei 25 °C | 2,23 g x cm-3 |
| Elastizitätsmodul E (Young´s modulus) | 64 x 103N x mm-2 |
| Poisson-Zahl µ | 0,20 |
| Wärmeleitfähigkeit λw bei 90 °C | 1,2 W x m-1 x K-1 |
| Temperatur für den spezifischen elektrischen Widerstand von 10 8 Ω x cm (DIN 52 326) t k 100 |
250 °C |
| Logarithmus des elektrischen Volumenwiderstandes (Ω x cm) | bei 250 °C 8/bei 350 °C 6,5 |
| Dielelektrische Eigenschaften (I MHz, 25 °C) Dielektrizitätszahl ε | 4,6 |
| Dielektrischer Verlustfaktor tan δ | 37 x 10-4 |
| Brechzahl (λ = 587.6 nm) nd | 1,473 |
| Spannungsoptischer Koeffizient (DIN 52 314) K | 4,0 x 10-6 mm2 x N-1 |
Optische Eigenschaften
Im Spektralbereich von ca. 310 bis 2 200 nm ist die Absorption von DURAN® vernachlässigbar gering. Es ist klar und farblos. Größere Schichtdicken (axiale Durchsicht bei Rohren) erscheinen leicht gelb/grünlich.
Weiterführende Informationen finden Sie hier.
Informationen bezüglich der Druckbelastbarkeit von Rohren und Kapillaren finden Sie hier.
Spezielle Eigenschaften von DURAN® Laborglasprodukten finden Sie im technischen Teil des Laborglaskataloges.


