SO ENTSTEHT DURAN®

(stark vereinfachte Darstellung)

 

Anlieferung der Rohstoffe, Vorbereitung und Schmelzprozess

Die Rohmaterialien (Siliziumoxid, Boroxid, Natrium- / Kaliumoxid-Gemisch und Aluminiumoxid) werden in Pulverform angeliefert und in Silos gelagert. Alle unsere Lieferanten sind auditiert und die gleichbleibend hohe Qualität der Rohstoffe wird mit einem Analysezertifikat bestätigt.

 Die Mischung des Gemenges geschieht vollautomatisch mit Hilfe genauester Waagen und automatisch gesteuerter Transport- und Mischvorrichtungen. Fehler bei der Zusammensetzung können somit ausgeschlossen werden. Dem pulverförmigen Rohmaterial wird ein DURAN® Scherbenanteil zugefügt.

Anschließend wird das Gemenge über ein Förderband in die Schmelzwanne transportiert. Der Schmelzprozess ist die zentrale Phase der Glasherstellung. Das Gemenge wird bei einer Temperatur von ca. 1.600 °C geschmolzen. Die Aggregate werden elektrisch beheizt und vollkontinuierlich betrieben.

Formgebungsverfahren – Glaspresse

Das flüssige Glas fällt in eine Form und wird mittels eines gekühlten, hydraulisch oder servoelektrisch betriebenen Stempels in die gewünschte Form gepresst. In diesem Fertigungsverfahren werden beispielsweise DURAN® Exsikkatoren-Unterteile hergestellt.

Formgebungsverfahren – Rotationsblasmaschine

Hierbei wird flüssiges Glas in eine Form eingeblasen. Anschließend werden durch nochmaliges Erhitzen z. B. Ausgüsse geformt. Mit diesem Verfahren werden beispielsweise DURAN® Bechergläser, Erlenmeyerkolben oder Kaffeekrüge hergestellt.

Formgebungsverfahren – Press-Blasfertigung

Bei der Press-Blasfertigung wird das flüssige Glas durch einen Stempel und eine Form in die gewünschte Geometrie gebracht. Anschließend wird das Gewinde gepresst. Mit Hilfe eines Greifarmes wird der Artikel in eine weitere Form gebracht, wo er in die finale Form ausgeblasen wird. So werden beispielsweise DURAN® Laborglasflaschen mit Gewinde hergestellt.

Formgebungsverfahren – Glasmacher (manuelle Glasfertigung)

Der Glasmacher entnimmt durch kontinuierliches Drehen seiner Pfeife eine bestimmte Menge flüssigen Glases auf. Anschließend bringt er es durch blasen und gleichzeitiger Rotation der Pfeife in Form. Die finale Formgebung erhält der Artikel, in dem der Glasbläser ihn in eine geschlossene Form einbläst.  Mit diesem Verfahren werden großvolumige DURAN® Artikel gefertigt.

Nachbearbeitung und Kontrolle

Nach der Formgebung werden die Produkte abgekühlt und im Siebdruckverfahren bedruckt. Es wird dabei grundsätzlich keramische Farbe verwendet, die beim Einbrennen mit dem Glas zu einer untrennbaren Schicht verschmilzt. Anschließend werden die Produkte im Kühlband getempert. Dadurch wird die Druckfarbe eingebrannt und Spannungen im Glas beseitigt. Nach bestandener visueller Qualitätskontrolle werden die Produkte verpackt und für den Versand zum Kunden bereitgestellt.